Ratgeber
Fußbodenheizung nachrüsten: Fräsen oder neuer Estrich?
Wer im Bestand eine Fußbodenheizung nachrüsten will, hat meist zwei Wege: Rohre in den vorhandenen Estrich fräsen oder den Boden neu aufbauen. Beide haben ihre Berechtigung.
Stand: Oktober 2026 · NexisPower GmbH

Das Wichtigste in Kürze
- Fräsen passt, wenn der vorhandene Estrich tragfähig und dick genug ist.
- Ein neuer Aufbau passt, wenn der Boden ohnehin entfernt wird oder der Estrich schadhaft ist.
- Entscheidend sind Estrich, Raumhöhe, Bauzeit und Baustellenaufwand.
Die beiden Verfahren im Kern
Beim Fräsen werden Nuten in den Estrich gefräst, die Rohre eingelegt und die Nuten verschlossen. Der Bodenaufbau bleibt praktisch unverändert. Beim neuen Aufbau wird der alte Boden bis zur Rohdecke entfernt und Dämmung, Rohre und neuer Estrich werden aufgebaut.
Wann welches Verfahren sinnvoll ist
- Fräsen: bei geeignetem Zement- oder Anhydritestrich, wenn Raumhöhen und Türen bleiben sollen und keine Trocknungszeit gewünscht ist.
- Neuer Aufbau: bei Kernsanierung, schadhaftem oder zu dünnem Estrich oder wenn sich die Höhen ohnehin ändern.
- Trockensystem: wenn der Estrich ungeeignet ist und eine leichte Bauweise ohne Estrichtrocknung gewünscht wird.
Woran Sie die Eignung erkennen
Hinweise geben Bestandspläne und Bodenaufbau-Angaben, Fotos von Türschwellen und Randbereichen sowie ein Blick auf den Zustand: Risse, Hohllagen, lose Stellen. Gussasphalt ist in der Regel ungeeignet. Fachquellen nennen häufig mindestens etwa 35 bis 40 mm Estrichdicke als Richtwert, die genauen Anforderungen hängen von Estrichart und System ab.
Und die Kosten?
Pauschal lässt sich das nicht beantworten. In Foren wird zu Recht darüber gestritten, ob Fräsen oder ein neuer Aufbau günstiger ist. Es hängt von Fläche, Zuschnitt, Estrichzustand und den Nebenarbeiten ab. Deshalb lassen wir uns Ihre Angaben schicken und vergleichen im Angebot, wenn beides infrage kommt.
Passt das zu Ihrem Vorhaben?
Schildern Sie es kurz. Wir sagen Ihnen offen, was für Ihr Gebäude sinnvoll ist.